Haben Sie als Google AdWords Werbetreibender von Ihrem Chef schon mal die Frage gestellt bekommen: Warum erscheint Unternehmen XY in den Top-Anzeigen und nicht wir? In diesem Artikel erläutere ich, dass man sich gegen manche Konkurrenten gar nicht durchsetzen kann, egal wie gut man seine Adwords Kampagne optimiert hat.

Noch vor ein paar Jahren konnte man bei Google AdWords einfach Tausende Keywords in eine Anzeigengruppe packen und auf eine einzige Landingpage leiten.

Mit kleinen CPC’s (Klickpreisen) von 0,03€ kam man so problemlos auf einen positiven ROI (Return-on-Invest). Ich selbst war mit meinen Kampagnen unter den Top10 in Deutschland nach Keywordanzahl. Ich hatte eine Gesundheitskampagne mit 100.000 Keywords, die hochrentabel war. Einfach immer weiter Keywordrecherche machen, die Keywords in die Anzeigengruppe packen und hoffen, dass die Keywords viel Traffic bekommen.

Die Zeiten sind leider vorbei!

  1. Klickpreise von 3 Cent sind nicht mehr realisierbar, zumindest nicht in der Google Suche.
  2. Die Konkurrenz ist bei AdWords so groß geworden, dass es nur noch wenig „High-Traffic-Keywords“ mit keiner oder wenig Konkurrenz gibt.
  3. Durch Google Suggest (Vorschlagsfunktion) hat sich die Anzahl der neuen Suchanfragen drastisch reduziert. Weniger Keywords führen automatisch zu mehr Konkurrenz!
  4. Das Nutzerverhalten hat sich verändert. Die User erwarten einfach passende Suchergebnisse, sonst sind sie wieder weg.

Wie ist der heutige Stand?

Durch den Qualitätsfaktor bei Google AdWords sind die Werbetreibenden dazu gezwungen für das gesuchte Keyword eine passende Anzeige zu schalten, die auf eine passende Landingpage zielt.

Wenn nur ein Faktor abweicht, sinkt der Qualitätsfaktor rapide und die Klickpreise steigen. Wenn der Klickpreis steigt, sinkt der ROI. Schnell kann man sich nicht mehr bei der Konkurrenz durchsetzen. Der Optimierungsaufwand für die Werbetreibenden ist damit um ein Vielfaches gestiegen.

AdWords Werbetreibende können und müssen genau wissen, wieviel Ihnen ein Lead oder ein Sale wert ist. Nur dann bleibt man konkurrenzfähig.

Die Königsdisziplin ist aber:

Der ROI über den gesamten Kundenlebenszyklus!

Ein Rechenbeispiel:

  1. Unternehmen X vertreibt diverse Nahrungsergänzungsmittel, unter anderem einen Power-Riegel. Jeder Neukunde bleibt im Schnitt 1 Jahr und sorgt für einen Umsatz von 500€ innerhalb dieses Jahres, weil er danach auch noch andere Produkte kauft. Bei einer Gewinnquote von 20% sind das 100€ Gewinn. Das Unternehmen kann also pro Neukunde maximal 100€ ausgeben, und erreicht die Gewinnzone pro Kunde nach durchschnittlich einem Jahr.
  2. Unternehmen Y vertreibt nur einen Power-Riegel. Eine 20er-Packung kostet 50€ und das Unternehmen macht pro Verkauf 10€ Gewinn. Pro Produktverkauf kann das Unternehmen also maximal 10€ ausgeben, um in der Gewinnzone zu bleiben.

Merken Sie etwas? Wie soll sich Unternehmen Y bei der Bewerbung des Power-Riegels mit einem maximalen Cost per Sale von 10€ gegen Unternehmen X mit 100€ Neukundenwert durchsetzen?

Gar nicht!

Wenn Sie Glück haben gibt es noch nicht viel Konkurrenz für Ihre Keywords und Sie können Ihre Anzeige zu einem positiven ROI einkaufen.

Noch geht das, aber nicht mehr lange!

In Zeiten von großen Versandhändlern, wie Zalando, Amazon oder auch ElitePartner & Co. wird die Werbelandschaft von immer größeren Playern überschwemmt. Die Big Player haben die Experten und damit die Erfahrungswerte, wieviel ein Neukunde einer bestimmten Sparte im Durchschnitt wert ist.

Sollten Sie als AdWords Werbetreibender von Ihrem Chef die Frage gestellt bekommen: „Warum steht Unternehmen XY ganz oben im Anzeigenrang und nicht wir?“, könnte Ihre Antwort darauf sein: „Weil die auf Wert pro Neukunde optimieren und nicht wie wir nach Cost per Sale!“

 

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